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Auto, Hochzeit, Eigenheim, Haustier, eventuell 1-2 Kinder, angesehener Job, immer ein bisschen Geld beiseite legen („denk bloß an später!“), angesehen in der Nachbarschaft, am Wochenende Brunchen gehen…
Das sind wohl die Ziele vieler Menschen/Paare/Familien, aber macht das auch wirklich glücklich?

Man kennt seinen Nachbarn zwar zumindest beim Namen und grüßt sich freundlich auf der Straße, aber mit den Meisten ist es doch so, dass man wenig miteinander zu tun hat und es ein sehr oberflächliches Verhältnis ist. Dabei wohnt man doch fast Tür an Tür, zumindest in den üblichen Neubausiedlungen in denen sich viele jungen Familien ansiedeln. Viele Häuser gleicher Machart nebeneinander, jeweils auf einem winzigen Stück grün (das meist nur zur Deko dient), aber die Häuser sind leer, die Straßen auch, nirgendwo sieht man Kinder spielen, denn diese sind irgendwo untergebracht. Krippe, Kindergarten, Hort, Schule,… Mutter und Vater arbeiten, denn Haus, Auto und Jahresurlaub müssen schließlich bezahlt werden. Oma und Opa sind ebenso untergebracht, denn Mehrgenerations-Haushalte lassen sich mit diesem Lebensmodell nicht vereinbaren.

So werden die Familienmitglieder Tag für Tag voneinander getrennt, jedes Familienmitglied ist woanders untergebracht… in „sozialen Gruppen“ (?)… aber sind sie überhaupt so sozial und wertvoll? Schließlich geht kaum ein Kind freiwillig und gerne täglich zur Schule oder in den Kindergarten. Im Gegenteil, die meisten würden, wenn sie die Wahl hätten, lieber zuhause bei ihrer Familie bleiben, da wo sie sich wohl fühlen. Oder ihre Zeit mit Freunden verbringen, was viel mehr Spaß macht und Lebensfreude bringt. Zur Schule gehen die meisten doch nur, weil sie es müssen und Mama und Papa ja auch Fremdbetreut werden – von ihrem Arbeitgeber – und somit gar keine Zeit für ihre Kinder haben. Aber auch die Erwachsenen gehen all zu oft lustlos zur Arbeit und würden lieber was anderes tun. Sie klagen wenn wieder Montag ist und freuen sich auf Freitag, wenn endlich wieder Wochenende ist. Aber irgendwo muss ja das Geld herkommen. „Von Nichts kommt schließlich Nichts“. Alle freuen sich aufs Wochenende – endlich „Freizeit“! Und klagen über den Montag, wo alles wieder von vorne losgeht…

Ist so ein Leben sinnvoll? Sich Woche für Woche hinzuhangeln. Immer nur aufs Wochenende zu warten und die Wochentage nur irgendwie zu „überleben“?