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Meine Kinder gehen nicht in den Kindergarten oder die Krippe. Mein Sohn ist 3 Jahre und 9 Monate alt, meine Tochter 1 Jahr und 4 Monate. Eigentlich ist es doch üblich das Kinder in diesem Alter Fremdbetreut werden. Mindestens mein Sohn sollte, laut allgemeiner Gesellschaftsmeinung, längst nicht mehr zu Hause sein. Denn „Er braucht doch soziale Kontakte und gleichaltrige Kinder!“

Ja! Das stimmt. Soziale Kontakte sind wichtig, für jeden Menschen. Aber bekommt man dieses Bedürfnis in einer solchen Einrichtung erfüllt? Das glaube ich nicht.

Ein Raum, vollgestellt mit Spielzeug und Kindermöbeln, tagtäglich die gleiche Umgebung (bis auf ein paar Ausflüge im Jahr), tagtäglich die gleichen Menschen. Die gleichen Menschen, die das Kind sich nicht aussuchen kann. Das Kind wird mit diesem Menschenhaufen (meist um die 20-25 Kinder) zusammen in ein Haus gesperrt. Jeden Wochentag, mehrere Stunden am Stück, kontrolliert, gelenkt, beobachtet, dressiert. Soziale Kontakte sind das schon, das stimmt, aber auf Zwangsbasis. Wie „sozial“ ist das dann wirklich? Wertvoll ist das meist nicht…

Wertvoll sind die sozialen Begegnungen, die ein Kind aus freien Stücken begeht. Wenn es frei und aus eigener Motivation heraus die Möglichkeit hat Kontakt mit einem anderen Menschen aufzunehmen. Spontane und freiwillige Begegnungen, mit Menschen jeden Alters! Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen, bringen Erfahrungen ganz unterschiedlicher Art. Das ist wertvoll!