Seite auswählen

Heute ist im Adventskalender von der Globetrotterfamily ein Gastartikel von uns erschienen.

Hier möchten wir ihn euch natürlich auch nicht vorenthalten:

Seit eineinhalb Jahren „unterwegs“…

Als wir im Sommer 2014 mit unserem Wohnwagen losfuhren, vollkommen erschöpft von den drei Vorbereitungsmonaten (Drei Monate von der Entscheidung bis zum Auszug, inkl. Haushaltsauflösung und gleichzeitig noch Papa-Vollzeitjob!!!), wussten wir erstmal überhaupt nicht wohin mit uns! Da waren wir nun, so frei wie noch nie! Und jetzt? Was wollen wir eigentlich? Was bietet uns das Leben als freie Familie?
Wir wussten überhaupt nicht wohin uns das Leben führt … Alles was wir (erstmal) mit unserem Tun erreichen wollten, war das Leben welches wir davor hatten loszulassen, hinter uns zu lassen … Und ich glaube, dass ist einer der wichtigsten Dinge die man sich trauen muss, wenn man sich aus dem Hamsterrad befreien möchte. Einfach machen! Egal was danach kommt, es wird gut, Vertrauen haben!

Für uns ist wichtig, dass wir als Familie zusammen sind. Das wir unseren Tag gemeinsam erleben. Und das haben wir nun erreicht!

Völlig ausgepowert schlossen wir uns also erstmal anderen Reisefamilien an und versuchten uns irgendwie in das neue Leben einzufinden… dies war  (und ist es oft immer noch) eine echte Herausforderung. Denn trotzdem wir nun von morgens bis abends alle zusammen waren/sind und wir als Eltern immer zu zweit präsent sind, sind wir irgendwie immerzu beschäftigt. Nichts mit Urlaub! Und da war ja auch noch unser Baby im Bauch – es gab also auch noch eine Geburt und ein Wochenbett in den nächsten Monaten zu meistern!

Die Bedeutung von Wasser wird einem unterwegs erst so richtig bewusst! (Trinkwasserquelle bei Valencia, 2015)

Die Bedeutung von Wasser wird einem unterwegs erst so richtig bewusst! (Trinkwasserquelle bei Valencia, 2015)

Unser Sohn erreichte dann während einer wundervollen (ungeplanten) Alleingeburt in einem Ferienhaus das Licht der Welt. Er genießt also von Beginn an ein freies Nomadenleben. 

Für uns als Familie ist es sehr wichtig, dass wir nicht dauerhaft alleine als Familie irgendwo in der Welt rumdümpeln. Wir versuchen also so gut es geht ein gutes Gleichgewicht zu schaffen, zwischen Familienzeit und Gemeinschaftszeit. Denn gemeinsam reisen und zusammen an schönen Plätzen zu stehen ist wunderbar. Aber genauso ist es auch wunderbar eine Zeit lang einfach nur die eigene Familie zu sehen und zu spüren, an einem einsamen Ort, nur wir!

Wir sind jetzt seit eineinhalb Jahren „unterwegs“… und zwar zweideutig! Unterwegs, sowohl in der Welt, als auch emotional. Das Leben geht immer weiter, es verändert sich ständig, die Wünsche und Bedürfnisse ändern sich…

Ein Flussbett, in dem vor wenigen Minuten noch ein reißender Strom floss – eine unglaubliche Energie! (Wales, 2014)

Ein Flussbett, in dem vor wenigen Minuten noch ein reißender Strom floss – eine unglaubliche Energie! (Wales, 2014)

Der Wunsch nach einer „Basis“ ist schon seit längerem (wieder) da. Aber nicht nach einem Haus nur für uns, sondern nach einem gemeinsamen Ort; eine Gemeinschaft die für uns „ein Zuhause“ ist. Wir möchten nicht reisen “müssen”, wir möchten die Wahl haben und dadurch auch hier die Freiheit haben zu entscheiden was wir tun.

Unsere Kinder sind heute 5 Jahre, 3 Jahre und fast 1 Jahr alt. Und ja, es ist zwar oft sehr anstrengend, aber wir möchten dieses (gemeinsame) Leben auf keinen Fall mehr missen!

Sich frei fühlen ist einfach wunderbar! Wir „müssen“ Nichts! Und darum (?) ist es wohl manchmal gar nicht so einfach sich zu entscheiden, bzw. zu sehen, was wir denn überhaupt wollen…. Aber eines ist sicher: die Freiheit die wir gewonnen haben, die wollen wir nie wieder hergeben!

Freiheit (er)leben! (Portugal 2015)

Freiheit (er)leben! (Portugal 2015)

Also, nur Mut!