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Meine Hebamme

Ich will meine persönliche Hebamme zur Geburt nicht missen,
ansonsten werde ich mich dann wohl zum gebären alleine zuhause verkriechen!
Ein Krankenhaus kommt für mich nicht in Frage,
dafür ist mir meine und Babys Gesundheit zu schade.

Meine Hebamme weiß genau was ich will,
dafür setzt sie sich ein und gibt mir dadurch ein sicheres Gefühl.
Während der Geburt lässt sie mich dann vollkommen in ruh,
denn normalerweise muss sie nichts tun und schaut nur mit erfahrenem Blick zu.

Und ist doch mal ihre wertvolle Erfahrung gefragt,
steht beispielsweise die Geburt still, oder der Arzt hat was beängstigendes gesagt,
dann weiß sie genau was sie tut – nicht zu viel,
ich vertraue ihr vollkommen und das auch in der Not.

Auch für die Vorsorge ist mir meine Hebamme sehr wichtig,
denn sie untersucht mich so wie ich will und das ist absolut richtig.
Mit ihr fühle ich mich immer sicher, geborgen und als Mensch wichtig,
nur so ist für mich eine entspannte Schwangerschaft möglich.

Nach der Geburt besucht sie mich dann täglich,
denn nur so ist eine verantwortungsvolle Nachsorge auch wirklich möglich.
Sie hilft mir beim Stillen und klärt wichtige Fragen,
auch an meinen Heultagen weiß sie mich wunderbar zu tragen.

Ob mein Baby gut gedeiht, weiß sie dezent zu erkennen,
und wenn es mal viel Schreit, weiß sie meistens auch die Ursache zu benennen.
Den Vater nimmt sie ebenfalls gut an die Hand,
damit auch er weiß, dass alles gar nicht so schwierig ist und er sich entspannt.

Wir Frauen wollen unsere persönlichen Hebammen zur Geburt nicht missen,
denn dann würden wir viel traditionelles Wissen vergessen.
Diesen wertvollen Erfahrungsschatz sollten wir keinesfalls unterschätzen,
denn mit ihm können wir Frauen uns gegenseitig beim Mutterwerden unterstützen.

Es ist nicht egal wie unsere Kinder geboren werden,
ohne unsere Hebammen wird die sichere und gesunde Geburtshilfe sterben.
Darum lasst uns handeln, damit es niemals so weit kommt,
damit auch die nächste Generation noch eine Hebamme kennt!

Ein Gedicht von Joy Imhoff, März 2014, www.freiefamilie.de