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Wir fahren nach Lissabon! Auf dem Busparkplatz vorm Oceanário übernachten wir (und unsere Freunde) die nächsten drei Nächte, das ging erstaunlicher Weise ganz gut. Die Polizei sprach uns zwar erst an und wies uns auf „special places“ hin, genehmigte uns die Übernachtung freundlicher Weise dann aber für eine Nacht, sagte aber auch nichts, als wir doch noch länger blieben. Nebensaison sei Dank! ;)

Das Oceanário (größtes Aquarium Europas) haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen – es sind wirklich einige sehr beeindruckende Tiere dabei! Den Kindern hat es auch gefallen, jedoch war das Aquarium eigentlich schon zu groß für die Kids, denn im Prinzip hätte ein Becken gereicht, welches sie sich in Ruhe hätten anschauen können und dann hätte es schon genügt. Das viele Rumgelaufe (mit den ganzen Eindrücken und den vielen Menschen usw.) war am Ende doch etwas viel, weshalb wir dann durchs letzte Viertel der Ausstellung nur noch zum Ausgang geschleust sind. Fazit: das Größte ist nicht immer das Beste!

Im „Parque das Nações“ finden wir einen kleinen Park („Jardins d‘ Água“) in dem die Kinder sich wohl fühlen – denn hier sind unter anderem verschiedene Wasserspiele errichtet. Und es gibt Enten mit Kücken zu sehen und Frösche zu beobachten. Die Kinder haben also ihren Spaß!

Bevor wir die Stadt verlassen, besuchen wir noch das „Pavilhão do Conhecimento“, ein riesiges Wissens- und Mitmachmuseum für Kinder! Spielen, Experimentieren, Basteln, Klettern, und vieles mehr… es gibt so viel zu tun und zu entdecken, das man unmöglich alles an einem Tag machen kann. Krass bzw. traurig war jedoch der Anblick der Grundschulklassen, die nacheinander durch dieses Museum buchstäblich „durchgejagt“ wurden… innerhalb weniger Minuten mussten sie die verschiedenen Räume „abarbeiten“, konnten dabei nicht frei entscheiden welche Stationen sie entdecken möchten und erst recht nicht in welchem Tempo. Ob sie dabei überhaupt etwas Wertvolles an Lernerfahrungen für sich mitnehmen konnten? Kommt es nur auf Fleiß, Schnelligkeit und Ergebnisse an? Und dabei herrscht eine unglaubliche und unaushaltbare Lärmkulisse (was für eine herrliche Ruhe, wenn die Klasse den Raum wieder verlassen hat! Die armen Kinder die dies den ganzen Tag aushalten müssen)…

Am Abend fahren wir Richtung Nordosten aus der Großstadt raus, uns reicht es erstmal mit dem Stadtrubel. Außerdem ist Einkaufen und Wäsche waschen angesagt, dazu suchen wir uns ausnahmsweise mal einen Stellplatz bei einem Supermarkt mit Waschmaschinen – praktische Arbeitserleichterung und Zeitersparniss. Denn normalerweise machen wir immer Handwäsch (da wir den Geruch (und die Chemie) der fremden Waschmittel nicht an unseren Sachen haben möchten)…