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Eigentlich sind wir schon darauf fokussiert uns langsam aber sicher immer weiter Richtung Norden hoch zu tingeln, denn irgendwann möchten wir dieses Jahr auch wieder in Deutschland ankommen…. Aber dennoch verschlägt es uns heute – ganz spontan – noch einmal ca. 150 km weiter Richtung Süden. Wir haben erfahren, dass es hier eine alternative Gemeinschaft gibt – „Tribodar Learning Center – Learning by Living, by Sharing, by Doing„. Es soll dort auch mindestens ein frei lernendes Kind geben… Diese Gemeinschaft möchten wir natürlich gerne besuchen und kennen lernen. Alles klingt sehr vielversprechend! Vielleicht ist dies ja ein Ort für uns, den wir auf unseren Reisen immer mal wieder anpeilen möchten, als Basis im Süden? Das möchten wir nun herausfinden… Und auf der Fahrt dorthin fragen wir uns (wie so oft, wenn wir von erfolgreichen Gemeinschaften erfahren), wie die Menschen es bloß geschafft haben dieses Grundstück zu finden (die Fotos auf der Webseite sehen einfach toll aus!) und wie sie es geschafft haben es zu finanzieren, usw… Wieso scheint das Finden eines Grundstückes und die Organisation für unsere Initiative so schwer?

Allerdings – Die Enttäuschung bei unserer Ankunft bei Tribodar ist groß, denn an diesem Ort ist es momentan für uns kaum aushaltbar. Das Grundstück befindet sich quasi mitten in einer riesigen Steppe! Weit und breit kein Schatten und auch kein Wasser, eine absolut trockene Einöde. Uns wird schnell klar, wieso es hier einfach ist ein günstiges Grundstück zu finden… Wir laufen über das Grundstück und treffen aber keinen Menschen an, anscheinend sind heute alle ausgeflogen, kein Wunder bei der Hitze und Sonne… Es gibt keine richtigen Gebäude, nur ein paar Schuppen und Hütten. Wenn hier wenigstens Wasser wäre….  aber so ist das kein Ort zum Bleiben für uns und auf die Bewohner zu warten ist bei diesem Klima auch keine Option, also machen wir uns direkt wieder auf den Weg. Vielleicht waren wir einfach nur zur falschen Jahreszeit hier? Es kann sein das es hier im Winter wunderschön ist… Das einzige sinnvolle, das man mit diesem Land anfangen kann, ist wohl die Haltung von Rindern. Wobei ich mich auch da frage, wie die Tiere dies überleben…

Wir wollen nur irgendwie so schnell wie möglich ans Wasser!

Google ist uns behilflich und zeigt uns einen Stausee ganz in der Nähe – „Barragem de Nisa“. Hier ist es eigentlich ganz schön – es gibt viel Schatten unter großen Bäumen. Allerdings ist dies anscheinend ein bekannter Platz für Camper, so dass auch viele andere Wohnmobile da sind und überall Müll herum liegt und auch das Wasser ist leider nicht so schön das man Baden gehen mag…

Wir bleiben für eine Nacht und fahren dann zu einem der schönsten Orte auf unserer Reise – lasst euch überraschen mit unserem nächsten Beitrag!