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Unsere Flucht vor der Kälte, oder besser gesagt unsere Jagd nach der Wärme.
Am Montag den 19. Januar fahren wir aus Norddeutschland los. Erstmal machen wir noch einen Abstechen zu unserem Pferd, das wir zur Zeit in einem schönen Offenstall in Pflege gegeben haben. Die Kinder genießen diesen Besuch sehr und wir alle freuen uns schon auf den Tag an dem wir wieder mit unserem Pferdchen zusammen leben werden – aber jetzt werden wir erstmal etwas anderes erleben! 
Es geht weiter. In Leverkusen, auf einem Wohmobilstellplatz, ist unser erster Übernachtungspunkt. Unser Bus macht Probleme, der Motor geht immer wieder in den Notlauf, das macht uns Sorgen. Also am nächsten Tag Pause in Köln, Mercedeswerkstatt, Motor von oben bis unten durchchecken lassen. So hatten wir uns das ja nicht vorgestellt! Aber alles ist absolut unauffällig, kann man nichts machen, nur weiter beobachten… Wir fahren also mit gemischten Gefühlen weiter.
Dann Zwischenstopp beim größten Bagger der Welt – was für unseren Großen ein echtes Highlight ist!
In Belgien dann die zweite Übernachtung, auf einem Wohnmobilstellplatz in Bastogne. Es ist bei -4 Grad echt arschkalt! Gut das wir im Wohnwagen heizen können, so haben wir es trotzdem schön warm, zumindest drinnen.
Am dritten Tag schaffen wir dann richtig schön Strecke, die Kälte treibt uns voran.  Übernachtung dann kurz hinter Dijon (Marsannay-la-Cote) auf einem Wohnmobilstellplatz, auch hier ist es bei +4 Grad noch kalt, aber nicht mehr ganz so sehr.
Wir sind übrigens echt froh das wir uns den ACSI-Stellplatzführer angeschafft haben! Dadurch haben wir überhaupt keine Probleme mehr geeignete Stellplätze zum Übernachten zu finden.  Vor allem ohne Internet ist man sonst echt aufgeschmissen.
Unsere vierte Nacht in St. Paul-Trois-Chateaux ist extrem windig. Der Stellplatz ist hier sehr gut geeignet für einen Zwischenstopp, mit Spielplatz (!) was sehr selten ist und eine öffentliche Toilette ist auch vorhanden. Aber der Wind ist extrem kalt und wir wollen darum schnell weiter.
Auf Grund des starken Windes überlegen wir ob wir mit unserem Gespann überhaupt weiter fahren können? Aber nach Auskunft des Tourismuscenters ist es nur hier zwischen den Bergen so windig. Wir fahren also weiter und siehe da, kaum fünf Kilometer weiter kein Wind mehr da. Erstaunlich!
Wir wollen gerne das „Pont du Gard“ Aquädukt anschauen und dort eine kleine Pause einlegen, stellen dann aber leider fest das die Besichtigung Geld kostet und verzichten lieber, da wir daraus keinen Tagesausflug machen wollen und uns das für eine kurze Pause zu teuer ist. Somit machen wir halt bei einer anderen Brücke. Die Kinder sind zufrieden, noch ist jede Brück interessant, egal ob groß oder klein oder von den Römern gebaut oder aus Stahl.
Dritte und letzte Nacht in Frankreich in Sérignan, wir fahren einen Stellplatz an und stellen fest das dieser nicht mehr existiert. Somit übernachten wir auf einem Supermarktparkplatz von Carrefour, wie auch einige andere Camper die vermutlich den gleichen Stellplatz gesucht und nicht gefunden haben.
Am nächsten Tag ab durch die Pyrenäen, wir schaffen es heute bis nach Barcelona! :) Hier ist es deutlich wärmer, aber auch hier ist es heute extrem windig, so das wir (Erwachsenen) kaum schlafen können, da uns jede Sturmböhe wieder aufschrecken lässt. Der Wohnwagen ist ganz schön am wackeln! Die Kinder dagegen lassen sich davon nicht stören…
Es ist Sonntag, eine Woche haben wir nun hinter uns. Uns reichts erstmal! Und den Kinder erst recht, artgerecht ist was anderes! Wirklich tapfer haben die drei das mitgemacht. Wir hätten nicht gedacht das wir in so wenigen Tagen so viele Kilometer fahren! Ein bisschen Strecke fahren wir noch und dann machen wir für zwei Tage halt an einer warmen Quelle in den Bergen, 90 Kilometer nördlich von Valencia. Den Platz haben uns unsere Freunde empfohlen, die uns schon ein Stückchen voraus sind und vor einigen Tagen auch hier waren.  20 Grad an der Luft, 25 Grad im Wasser, so lässt es sich schon angenehm leben. Die Jacken bleiben im Wagen! Papa geht sogar mit unserer Mittleren Baden, was dann aber doch noch etwas frisch war. Die Kinder sind sehr dankbar für die Pause hier, das merken wir. Sie sind plötzlich total entspannt und zufrieden. :) Aber auch, oder vor allem, bei den Kindern ist der Wunsch mit unseren Freunden zusammen zu sein sehr groß. Also zieht es uns schon bald weiter, weiter richtung Südspanien.
Der Bus hat übrigens keine weiteren Probleme mehr gemacht. Ob der Motor wohl ein Kälteproblem hat (genau wie wir  )?…

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