Seite auswählen

Die Welt ist voll von Müll.

Das wir auf der Erde ein Müll- und Plastikproplem haben, ist ja nichts Neues. Aber seit dem wir als Globetrotter unterwegs sind, ist uns das erst so richtig deutlich vor Augen geführt worden.

Denn der Müll ist überall zu sehen….

Wenn wir keine kleinen Kinder hätten, würde uns das Problem vielleicht sogar gar nicht so sehr stören oder auffallen. Denn auf Grund unserer Kinder, schauen wir uns an jedem neuen Ort erst einmal genau um und müssen meistens erstmal die Mülltüte mit raus nehmen und den (teils gefährlichen) Müll in der direkten Umgebung einsammeln, um unsere Kinder zu schützen.

Denn unsere Tochter (3,5 Jahre) und unser kleiner Sohn (14 Monate) sind noch in dem Alter, in dem sie Dinge aufsammeln (und manchmal sogar in den Mund nehmen)…

Außerdem fühlen wir uns sehr unwohl in einer Umgebung voller Müll und fragen uns immer wieder, wie es bloß dazu kommt, dass so unglaublich viel herumliegt.

Ein trauriges Extrem:
Nun haben wir wieder ein trauriges Extrem vorgefunden. Nachdem wir gestern Abend bei einem einsamen Strandparkplatz angekommen sind, haben wir heute diesen Ort, der sich fern ab von Tourismusstränden befindet, erkundet. Was wir gefunden haben hat uns schockiert, bzw. traurig gemacht.

Unmengen an leerer Plastikflaschen und Getränkedosen sind außerhalb des Dosenpfandgebietes ja leider schon fast normal. Hinzu kommen hinter einigen halbwegs uneinsichtigen Büschen Toilettenpapierreste – das kleine Geschäft muss schließlich auch beim Strandbesuch gemacht werden. An diesem Platz war aber noch einiges mehr zu finden: unter anderem Öl-Kanistern diverser Hersteller, benutze Kondome und Hormonzäpfchen, Scherben, halb zerflatterte volle Müllsäcke und vereinzelter Sperrmüll.

Was uns aber am meisten schockiert hat sind zwei (fast) leere Behälter mit Insulin (Diabetikerausrüstung), eine alte Insektizid-Flasche (hier waberte noch ein Rest einer dunkelblauen Flüssigkeit drin) und außerdem einige Batterien.

Aus den Optionen Abreisen oder Aufräumen wählten wir zweiteres, da der Ort eigentlich ganz schön ist: ein Schotterweg führt zu einem Wendeplatz mit kleinen Sandflächen und einigen Parkmöglichkeiten, direkt an einer Art Deich. Hinter diesem Wall laufen sich die Wellen des Mittelmeeres auf einem schmalen Sandstrand aus. Der Platz ist so abgelegen, dass er sich ideal zum Wildcampen eignet, wenn da nur nicht der Müll wäre…

Bei der Müllsuche füllen wir insgesamt vier Müllsäcke, eine große Plastikkiste und einen alten Blechkübel. Und diese Menge allein im Umkreis von 20 bis 30 Metern um unseren Wohnwagen umzu! Übersehen haben wir sicher auch noch einiges.

Müll ist überall zu sehen:
Leider ist dies nicht nur ein trauriger Einzelfall.

Zuvor waren wir an einem offiziellen Badestrand. Hier waren zwischen den Büschen neben dem üblichen Müll, halb verrostete Ölfilter, ein LKW-Reifen und diverse zertrümmerte und geplünderte Röhrenfernseher zu finden. Bauschutt wurde in den Büschen auch an diversen Stellen “entsorgt”.

Die Problematik lässt sich nicht auf einzelne Regionen oder Länder einschränken. Auch in Frankreich und Deutschland haben wir vielerorts Unmengen an Müll gesehen. In Deutschland sind es weniger Getränkedosen und Flaschen, dank Dosenpfand (wobei ich die Umsetzung des Dosenpfands sehr Familienunfreundlich finde: Wieso ist die Pfandmarke auf dem leicht abknibbelbaren Ettikett und nicht direkt auf der Flasche?).

Neben Fastfood-Restaurants häufen sich die alten Verpackungsreste…

Müll muss bezahlt werden, so dass einige Menschen offensichtlich hier Geld sparen wollen und ihre Müllsäcke in Gräben und in Büschen deponieren.

Im südlichen Europa ist das Müllsystem viel offenen gestaltet: An diversen Ecken und Straßenkreuzungen stehen große Abfallbehälter und sie werden in der Regel häufig geleert – am letzten Strand sogar täglich. Es scheint also “nur” das Bewusstsein für Müll und die korrekte Entsorgung zu fehlen.

Warum?:
Was sind das für Menschen auf dieser Welt, denen es egal zu sein scheint wie unsere Erde aussieht? Die den Müll einfach liegen lassen und wegwerfen und damit einen wundervollen Ort wie diesen zerstören?

Warum werfen Menschen Müll in die Natur? Obwohl es doch an jeder Ecke große Mülltonnen gibt (hier in Spanien erst recht)!

Wie schädlich ist der Müll tatsächlich für die Natur? Wie schnell verrottet er? Ist es nur ein Schönheitsmakel, oder richtet er tatsächlich Schaden in der Pflanzen- und Tierwelt an?

Die beschriebenen Produkte werden erst seit maximal 50 bis 100 Jahren hergestellt. Wie stark wächst das Problem in den nächsten 100 Jahren? Wer einmal die Suchmaschine bemüht, dem eröffnet sich, dass viele Forscher Müll durchaus als problematisch für die Natur sehen. Auch ist anzunehmen, dass die Müllmenge weiter steigen wird. Vor allem die Belastung der Weltmeere ist groß.

Schädlich ist der Müll also tatsächlich und unsere Kinder betrifft die Gefahr sogar direkt und sofort, wenn Dinge wie Scherben, Chemikalien, Ölkanister, Medikamentenreste, Batterien  und anderes gefährliches herumliegen.

Was können wir tun?:
Es stellt sich die Frage ob Müll als Ressource genutzt werden kann. Die Verfahren sind aufwendig, aber es zeichnen sich erste Erfolge ab. Vielleicht fahren wir ja bald alle mit Recycling-Kraftstoffen?

Auch um die Weltmeere vom Plastikmüll zu befreien, gibt es Idee.

Aber was können wir als einzelner Mensch tun?
Wir jedenfalls haben uns vorgenommen zu handeln!
Wir möchten nicht tatenlos zusehen, wie unsere Erde leidet.
Wir werden Müll einsammeln, noch mehr als wie bisher! Noch bewusster.

Unter anderem auch aus dem einfachen Grund, um unseren Kindern ein entsprechendes Umweltbewusstsein vorzuleben.

Beim heutigen Müllsammeln, waren unsere Kinder mit Feuer und Flamme dabei. Unsere Motivation sprudelte auf unsere Kinder über und sorgte für einen nicht enden wollenden Tatendrang. ;)

Auch wenn wir hiermit nur einen sehr kleinen Beitrag leisten, ist es doch besser als nichts zu tun!

Hier auf unserem Blog, werden wir von nun an immer mal wieder über das Thema berichten und unsere Gedanken dazu teilen und dadurch unseren Beitrag dazu leisten, dass dieses wichtige Thema ein wenig mehr in die Welt gestreut wird.
Für eine saubere Welt und eine gesunde Zukunft!